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21

Samstag, 28. Mai 2011, 17:20

Ach da gibts was äußerst interessant zu lesen ist....

Zitat



Geschrieben von: Pit Klein
Freitag, den 26. Dezember 2008

Die Stimmung in der niedrigen, langen Metallröhre ist beklemmend. Rhythmisch stampfen die Motoren, es rauscht, knarzt und quietscht und die Luft ist bald zum Schneiden dick. Selbst coole Jugendliche werden in dem Nachbau eines U-Bootes still und nachdenklich. Die Kulisse des erfolgreichen mehrfach Oscar- nominierten Anti-Kriegsfilms "Das Boot" von Wolfgang Petersen auf dem Gelände der Bavaria Film in Grünwald bei München führt den Besuchern seit mehr als 25 Jahren die Schrecken des Zweiten Weltkrieges vor Augen. Lothar-Günter Buchheim hatte 1973 die Buchvorlage für eine der erfolgreichsten deutschen Filmproduktionen geschrieben. Nun soll die Kulisse Ende des Jahres für Besucher geschlossen werden. Grund ist ein Rechtsstreit vor dem Landgericht München zwischen der Bavaria Film und der Buchheim-Stiftung, in dem es um sehr viel Geld geht.

Höhe der Lizenzgebühren

Gestritten wird um die Höhe der Lizenzgebühren, die die Bavaria dafür zahlt, dass sie die U-Boot-Kulisse in ihrer Filmtour verwenden darf. Dass die Buchheim-Stiftung derartige Gebühren bekommt, ist unstreitig, hat die Bavaria doch seit Vertragsschluss 2003 jedes Jahr auch eine gewisse Summe gezahlt, einige Jahre noch an Buchheim selbst, der im Februar 2007 starb. Doch das war zu wenig, fanden die Verantwortlichen der Stiftung und reichten Ende 2007 für die Jahre 2003 und 2004 Klage ein. Rund 670 000 Euro verlangt die Buchheim- Stiftung - eine völlig überhöhte Summe, wie die Bavaria findet. Am 15. Januar soll das Urteil gesprochen werden und es könnte nach der letzten Verhandlung Ende November zugunsten der Kläger ausfallen. Und so will sich der Anwalt der Buchheim-Stiftung zu den Vorgängen auch nicht äußern.

Bei der Bavaria Film ist man über die Geldforderung alles andere als glücklich. Die Buchheim-Stiftung wolle mit 25 Prozent am gesamten Umsatz der Filmtour beteiligt werden, allerdings ohne die Kosten dagegen zu rechnen und zu fragen, was am Ende als Gewinn übrig bleibe, sagt Unternehmenssprecher Tobias Gerlach. Die Filmtour mache keinen Gewinn, sondern arbeite kostendeckend. "Somit hätte diese Forderung der Buchheim-Stiftung ruinöse Folgen für die Filmtour", beklagt Gerlach. Er sieht als Bemessungsgrundlage den Wert, den das Boot neben anderen Attraktionen besitzt wie Michael Bully Herbigs "(T)Raumschiff Surprise", der Kulisse der "Wilden Kerle 5" oder dem Korridor des Hochsicherheitsgefängnisses Stammheim in Stuttgart aus dem Polit-Drama "Der Baader Meinhof Komplex". Die Bavaria zahle für "Das Boot" ohnehin schon ein Vielfaches dessen, was sie für andere Exponate zahle. "Was die Buchheim-Stiftung in der Auslegung des Vertrages hineininterpretiert, entspricht in etwa dem fünfhundertfachen dessen, was branchenüblich ist", meint Gerlach.


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Gruß Klaus


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gianni

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22

Samstag, 28. Mai 2011, 17:51

@gianni: Ich denke hier liegt ein Mißverständnis vor. Ich habe nie gesagt, daß es ungerechtfertigt wäre für die kommerzielle Nutzung mehr Geld zu verlangen. Ich habe auch nie behauptet das es rechtens ist z.B. Musik abzuspielen auch wenn keine GEMA oder ähnliches geszahlt wurde.
Es sollte auch kein "hinkender" Vergleich sein. Es sollte lediglich ein Hinweis darauf sein, daß man sich mit einem gesunden Augenmaß bewegen sollte.
In deinen Fall scheint es auch so gewesen zu sein. Ihr habt euch (wie auch immer) irgendwie geeinigt. Das ist doch das worauf es ankommen sollte.
Nichts anderes habe ich gemeint.
Im Fall des Weihnachtsmarktes war es nicht so. Die Stadt sollte bummelig 8000€ für u.a (live) Musik zahlen. Das wäre noch irgendwie ok gegangen, allerdings sollten die Standbesitzer auch gleich nochmal zahlen.
Das ist dann in meinen Augen kein gesundes Augenmaß mehr. Das eine Musikvorführung ohne Einigung illegal ist, ist unbesteritbar für mich bleibt dann aber noch ein eher (un)moralischer Beigeschmack.

Ehrlich ich freue mich wenn ihr Euch geeinigt habt. Das spricht dann wohl eher für ein gesundes Augenmaß. :thumbsup:
Kein Problem meinerseits. Du hast schon recht, dass es auch überzogene Forderungen geben mag, aber wir beide sind uns im Grundsatz sowieso einig.
"gianni"

Flusinewbie

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23

Sonntag, 29. Mai 2011, 09:50

Hallo Gianni,

generell kann ich den Unmut der Entwickler ja verstehen, und ja es ist ein Zustand der nicht mit den Nutzungsbedingungen konform ist, aber eine Sache iritiert mich ein wenig. Die von privaten kleinen Unternehmen betriebenen Simulatoren gibt es ja mittlerweile schon ein paar Jahre, auch mit Werbung, der hier speziell angesprochen Betreiber bietet seine Dienste mindestens schon seit Anfang 2009 an, also mehr als 2 Jahre.
Warum schreit ihr jetzt erst auf?
Mich erinnert das ein wenig an die Geschichte der Musikindustrie und dem Verkennen des MP3 Hypes.

Auch wenn euer Aufschrei berechtigt ist, verstehe ich das eure Gegenseite jetzt mit dem Kopf schüttelt, warum ist denn nicht von Entwicklerseite damals direkt interveniert worden? Auch damals wurde ja dann schon gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen. Da ich als Außenstehender jetzt durch Deinen Beitrag (und dem Artikel in der Flight) zum ersten mal von der Problematik gehört habe, auch wenn sie natürlich in Bezug auf die Nutzungsbedingungen absolut logisch ist, erscheint es für mich so als ob die Entwickler ja die letzten Jahre stillschweigend die Augen zugedrückt hätten. Nun wo es immer mehr Simulatoren gibt wird Zoff generiert.

Hier ist ganz klar verpennt worden, und nun sollten alle Beteiligten sich an den grünen Tisch setzen und sich nicht öffentlich die Schneebälle zuwerfen, denn das schadet nur weiter der Scene.
Gruß Mike

gianni

Polygonist

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24

Sonntag, 29. Mai 2011, 10:49

Tja, ich muss ehrlich sagen, dass auch ich erst durch den großkotzigen Arktikel in der FLIGHT! auf das Thema aufmerksam geworden bin. Ich war vielleicht ein wenig zu naiv, denn ich hätte nicht gedacht, dass meine Szenerie tatsächlich in dieser Form eingesetzt wird. Ich werde nun persönlich aktiv, und wir werden sehen, wie sich das weiterentwickelt.

Die wesentlichen Dinge sind gesagt - als Betreiber des design-team Forum habe ich beschlossen, das Thema erst mal zu schließen.

Aber eines muss ich - auf den letzten Beitrag bezogen - noch sagen: der Betreiber ist seit Monaten nicht bereit, die Angelegenheit zu regeln; nicht die Designer zerren das Problem in die Öffentlichkeit, sondern der Betreiber des Simulators (und zwar durch sein Statement in einer Zeitung). Schaden tut die Sache der Szene allemal, da hat der Poster recht, nur wäre es schon angebracht, in der Betrachtung die Rollen von Geschädigten und Schädiger nicht zu vertauschen.
"gianni"

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »gianni« (29. Mai 2011, 11:15)